Lizenzklassen

Es gibt eine ganze Reihe von US-Lizenzklassen. Im Jahr 2000 wurde das Lizenzsystem überarbeitet und man kann zurzeit die drei folgenden Lizenzklassen erwerben.

Die Technician Class ist die Einsteigerlizenz. Die Inhaber dürfen auf den Bändern über 50 MHz Funkbetrieb machen, sowie eingeschränkt auf 10 Meter in Digimodes und Phonie sowie in Telegrafie auf Bandsegmenten in den Bändern 80, 40 und 15 Meter. Auch die Sendeleistung ist beschränkt - auf Kurzwelle z. B. auf maximal 200 Watt.

Die General Class ist die allgemeine Amateurfunklizenz. General-Class-Inhaber dürfen auf allen Bändern Sendebetrieb mit maximal zulässiger Sendeleistung machen, wobei auf den Bändern 15, 20, 40 und 80 Meter einige Frequenzsegmente ausgenommen sind. Besonders gravierend ist die Einschränkung auf dem 80-Meter-Band, wo der Bereich 3.600 bis 3.800 kHz mit dieser Lizenzklasse nicht genutzt werden kann.

Der Name der Amateur Extra Class ist Programm. Sie unterscheidet sich lediglich darin, dass auch die für General-Class-Lizenzinhaber gesperrten Bandsegmente auf 15, 20, 40 und 80 Meter mit der Extra Class genutzt werden können.

Eine grafische Übersicht über die den Amateurfunkklassen zugewiesenen Frequenzen gibt es auf der Seite der ARRL:
http://www.arrl.org/graphical-frequency-allocations

Die US-Amateurfunklizenz hat eine Gültigkeit von zehn Jahren und muss dann verlängert werden. Eine erneute Prüfung braucht man dafür nicht ablegen.

Elements

Die Prüfungen sind in sogenannte Elements unterteilt:

  • Element 1 - Morseprüfung (nicht mehr erforderlich),
  • Element 2 - Technician-Class (35 Fragen, max. 9 Fehler),
  • Element 3 - General-Class (35 Fragen, max. 9 Fehler),
  • Element 4 -Amateur Extra Class (50 Fragen, max. 13 Fehler).

Die Lizenzen müss man sequentiell erwerben. Das heisst man kann nicht direkt die Amateur Extra Class Prüfung ablegen, sondern man muss vorher die Elements für die Technican Class und die General Class bestanden haben. Für den Erwerb der General Class ist also die Technican Class Voraussetzung.

Technician Class und General Class lässt sich ohne Probleme zusammen an einem Prüfungstermin ablegen. Die Amateur Extra Class ist vom Prüfungsstoff schon anspruchsvoller und wird meistens zu einem zweiten Prüfungstermin abgelegt. Sie liegt vom fachlichen Niveau etwas über der deutschen Klasse A, wobei man aber auch sagen muss, dass die inhaltlichen Schwerpunkte etwas anders gelagert sind, als beim Prüfungsstoff für die deutschen Lizenzklassen. Die Technician Class liegt vom Niveau unter der deutschen E-Klasse während die General Class vom Anspruch her etwas unterhalb der deutschen A-Klasse angesiedelt ist.